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Würzburg. Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in die Fachlichkeit der Pflege – das ist das Ziel eines bundesweiten Projekts zur Entbürokratisierung der Dokumentation in der stationären und ambulanten Pflege. Der Caritasverband für die Diözese Würzburg setzt es mit dem Projekt „Pflege mit SIStem“ um.

Wie groß das Interesse daran ist, die Pflegedokumentation neu auszurichten, zeigte sich bereits im Vorfeld. 12 stationäre Einrichtungen und 19 ambulante Dienste hatten sich zur Fortbildung „Pflege mit SIStem" angemeldet - eine überwältigende Resonanz für die Projektverantwortlichen des Diözesancaritasverbandes, Sonja Schwab und Jan Wurschy. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl mussten zwei Räumlichkeiten, das Burkardushaus in Würzburg und der St. Markushof in Gadheim, angemietet werden. Dort fanden die ersten beiden der insgesamt acht Projekttage statt, an denen neben Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen auch Lehrkräfte von Altenpflegeschulen teilnahmen. Die Einbeziehung der beiden teilnehmenden Berufsfachschulen für Altenpflege macht das Projekt an dieser Stelle bundesweit einmalig.

Enge Begleitung durch Diözesan-Caritasverband

Die Projektleiter sowie die Referentinnen Sybille Zink und Barbara Kühnl informierten die Teilnehmer über den Ablauf des Projekts und gaben eine Einführung in das neue Pflegemodell, das den personenzentrierten Ansatz in den Mittelpunkt von Pflege und Betreuung stellt. Kern der Entbürokratisierung ist unter anderem die Stärkung der Fachkompetenz und das Vertrauen in die Fachlichkeit der Pflegefachkräfte. Die beteiligten Dienste und Einrichtungen profitieren besonders von der engen Begleitung durch den Diözesancaritasverband. Durch mehrere Beratungsbesuche werden sie vor Ort beim Transfer in die Praxis unterstützt. Der Abschluss des Projekts wird im Oktober 2016 mit einem Gottesdienst gefeiert.

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