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In einer zunehmend alternden Gesellschaft werden gut ausgebildete Hilfs- und Pflegekräfte immer wichtiger. Menschen möchten in ihrer vertrauten Umgebung alt werden und im Erkrankungsfall auch zuhause betreut und gepflegt werden. Besonders bei Menschen mit Demenz ist Unterstützung bei den alltäglichen Verrichtungen eine Hilfe, die eine Heimunterbringung noch lange hinauszögern kann. Das Fortschreiten der Erkrankung kann durch eine individuell aktivierende und liebevolle Betreuung ebenfalls verlangsamt werden.

Sogenannte Alltags- und Demenzbegleiter leisten genau diese Arbeit, sie betreuen die Erkrankten, helfen in der Häuslichkeit und unterstützen und informieren die pflegenden Angehörigen. Nach einer 40 stündigen Ausbildung, durch HALMA e.V. Würzburg, in der sie medizinische Grundlagen, Stadien und Ausprägungen der Erkrankung, Therapie- und Aktivierungsmöglichkeiten aber auch sozialrechtliche Ansprüche kennengelernt haben, stehen sie bereit um pflegende Angehörige zu entlasten. Sie wissen um die Probleme die im Zusammenleben mit einem demenzkranken Partner entstehen können, wie Veränderungen der Persönlichkeit, motorische Unruhe, Abwehr- und Rückzugsverhalten bis hin zu Aggressionen. Sie kennen aber auch Möglichkeiten diesen Verhaltensweisen zu begegnen, durch klare einfache aber einfühlsame Kommunikation, erprobte Strategien die den Erkrankten aufleben lassen und Tätigkeiten, die die Erinnerungsleistung fördern und den Erkrankten aktivieren. Während die Helfer die Erkrankten in deren gewohnter häuslicher Umgebung betreuen, haben die Pflegenden, Auszeit. Denn nur durch Selbstpflege kann die Leistungsfähigkeit der Pflegenden, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung immer stärker gefordert wird, erhalten bleiben.

Alltags- und Demenzbegleiter werden von der Fachstelle für pflegende Angehörige mit Demenz-Servicestelle vermittelt. Die Fachstelle ist angegliedert an den Caritasverband für den Landkreis Kitzingen e.V. in enger Kooperation mit der Diakonie Kitzingen.

Frühzeitige Beratung hilft zu planen und schwierige Situation zu meistern.
Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt stehen ihm vielfältige Hilfsleistungen zu. Überwiegend werden diese Hilfen von den Pflegekassen finanziert. Voraussetzung ist aber, dass die Betroffenen von diesen Hilfen wissen, wie sie zu beantragen sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Die „Fachstelle für pflegende Angehörige mit Demenz-Servicestelle“ ist eine erste Anlaufstelle bei einem Verdacht auf eine Demenzerkrankung oder möglichst frühzeitig nach der erfolgten Diagnose.

Viele Fragen stellen sich beim Thema Demenz. Was mache ich, wenn mein Partner, meine Eltern, erkrankt sind? Wer übernimmt die Pflege? Kann der Erkrankte zuhause betreut werden und wie lange ist das möglich? Welche rechtlichen Regelungen müssen getroffen werden? Welche Hilfen gibt es vor Ort? Was wird sich verändern in der Familie, in der Partnerschaft? Welche Herausforderungen kommen auf mich zu und welche Handlungsstrategien sind Erfolg versprechend? Welche Tipps und Hilfestellung für die Organisation und Bewältigung des Alltags gibt es? Wie können mögliche Belastungssituationen für den Betroffenen und das Umfeld gemeistert werden? Wer sich frühzeitig über das Krankheitsbild mit seinen Folgen auf das Zusammenleben in der Partnerschaft oder der Familie informiert ist besser vorbereitet und kann eventuell eine lange Zeit, zu Beginn der Erkrankung, noch gestalten und mit dem Erkrankten glückliche Gemeinsamkeit erleben. Beratungstermine können Sie vereinbaren unter Telefon: 09321 22030 täglich von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Bei Bedarf ist auch eine Beratung zuhause oder am Abend möglich.
Unsere Beratung ist kostenlos und vertraulich.

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